Globaler Aufruf an Deutschland: Raus aus der Kohle!

Wir sind an einem kritischen Punkt. Der Kohleausstieg ist jetzt eine Frage des politischen Willens.

Deswegen rufen wir die Bundesregierung dazu auf, sich die Geschichten jener Menschen anzuhören, die vom Klimawandel betroffenen sind und sich ein Bild davon zu machen was auf dem Spiel steht.

Hintergrund

Nach Jahren der Gespräche, Beratungen und des Stillstands steht die Bundesregierung kurz vor einer Entscheidung über die Zukunft der Kohle – und damit auch über die Zukunft unseres Klimas.

Die Kohlekommission erarbeitet einen Plan für den Kohleausstieg und wird ihre Ergebnisse in den kommenden Wochen präsentieren. Der jüngste IPCC-Bericht von weltweit führenden Klimaforscher*innen zeigt deutlich: Die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen ist nicht nur möglich, sondern unbedingt notwendig, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Bereits jetzt sind Millionen von Menschen weltweit vom Klimawandel betroffen. Es geht dabei ums nackte Überleben.

Der Kohleausstieg – und das Retten von vielen Leben – ist jetzt eine Frage des politischen Willens. Um dies den Entscheidungsträgern klar zu machen, bringen wir die Nachrichten und Geschichten der vom Klimawandel betroffenen zur Bundesregierung. Sie müssen uns anhören und anerkennen, dass echte Klima-Vorreiterschaft bedeutet, alle fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen.

Petition unterzeichnen

Deutschland, raus aus der Kohle!

An Angela Merkel, Peter Altmaier und Svenja Schulze, stellvertretend für die Bundesregierung:

"Zusammen mit Menschen, die weltweit vom Klimawandel betroffen sind, fordern wir Sie auf, zügig aus der Kohle auszusteigen. Dies ist zwingend erforderlich, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern und die globale Erwärmung unter 1,5 °C zu halten."

Unterschreibe die Petition um deine Stimme hinzuzufügen:


"Zusammen mit Menschen, die weltweit vom Klimawandel betroffen sind, fordern wir Sie auf, zügig aus der Kohle auszusteigen. Dies ist zwingend erforderlich, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern und die globale Erwärmung unter 1,5 °C zu halten."
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Nach Jahren der Gespräche, Beratungen und des Stillstands steht die Bundesregierung kurz vor einer Entscheidung über die Zukunft der Kohle – und damit auch über die Zukunft unseres Klimas.

Die Kohlekommission erarbeitet einen Plan für den Kohleausstieg. Doch die Kohlelobby übt enormen Druck aus, um den Ausstieg weiter zu verzögern. Kohle-, Öl- und Gasunternehmen wie RWE stellen ihre eigenen Profite ganz bewusst über die Lebensgrundlage und das Überleben all jener, die unter dem Klimawandel und der Förderung fossiler Brennstoffe leiden.

Der Kohleausstieg ist jetzt eine Frage des politischen Willens. Deswegen rufen wir die Bundesregierung dazu auf, sich die Geschichten jener Menschen anzuhören, die vom Klimawandel betroffenen sind und sich ein Bild davon zu machen was auf dem Spiel steht. Wenn wir gemeinsam mit Menschen weltweit unsere Stimme erheben, kann die Regierung uns nicht überhören. Echte Klima-Vorreiterschaft bedeutet, alle fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen.

Der jüngste IPCC-Bericht von weltweit führenden Klimaforscher*innen zeigt deutlich: Die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen ist nicht nur möglich, sondern unbedingt notwendig, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Bereits jetzt sind Millionen von Menschen weltweit vom Klimawandel betroffen. Es geht dabei ums nackte Überleben.

Der Druck auf die Bundesregierung, aus der Kohle auszusteigen, ist in den letzten Monaten gewachsen. Massenproteste schützten den Hambacher Forst vor den Plänen von RWE. RWE plant seinen gigantischen Braunkohletagebau – die größte CO2-Quelle in Europa – zu vergrößern. Das Unternehmen wurde von der Macht der Bewegung gestoppt – und der Kampf um den „Hambi“ wurde zum Symbol für Deutschlands Kohleproblem und die Anti-Kohle Bewegung.

Als einer der größten CO2-Emittenten weltweit trägt Deutschland eine große Verantwortung und muss dringend so handeln, wie es die Wissenschaft und Gerechtigkeit verlangen. Dabei hat sie die Bevölkerung im Rücken: Die große Mehrheit der Deutschen unterstützt einen schnellen Kohleausstieg. Bei allem, was auf dem Spiel steht, gibt es keine Entschuldigung mehr den Übergang zu einer gerechten Wirtschaft basierend auf erneuerbaren Energien in Bürgerhand hinauszuzögern.

Gemeinsam mit Menschen rund um den Globus fordern wir die Bundesregierung dazu auf, endlich aus der Kohle auszusteigen, die Klimakrise nicht weiter anzuheizen und so zu handeln, dass die Erderwärmung auf 1,5 °C begrenzt wird.

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Amandas Botschaft

Video von 350.org.

Die Stimmen Der Betroffenen

Stephen Thomas, Kanada

“Wir müssen überall aus der Kohle aussteigen. Wir brauchen starke internationale Bewegungen, die sich für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen und den Aufbau einer sozial gerechten, kohlenstoffarmen Wirtschaft einsetzen.”

Amanda Luna Tacunan, Peru

“Der Amazonas ist durch den Klimawandel und die extreme Umweltverschmutzung aus dem ökologischen Gleichgewicht geraten. Es verschwinden immer mehr heimische Tiere und Pflanzen und indigene Gemeinschaften verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Menschheit mag das Bewusstsein verloren haben, Teil dieser Welt zu sein, doch Sie und ich haben die Verantwortung für strengere Gesetze zur Bekämpfung der Klimakrise zu kämpfen.”

Nicolas Fabre, Brasilien

“Die schlimmste Folge des Klimawandels in der Region ist sicherlich die Wasserknappheit. In manchen Gemeinden regnet es an nur einem Tag so viel wie normalerweise in einem halben Jahr, und in der übrigen Zeit herrscht völlige Trockenheit. Erst rufen sie den Notstand wegen der  berschwemmungen aus und ein halbes Jahr später dann wegen der Dürre. Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Regierung handelt.”

Amira Ode, Puerto Rico

“Für meinen Wohnort in der Karibik bedeutet eine Erwärmung um 1,5 °C, dass wir in unseren Häusern bleiben können. Wir können weiterhin unsere Kulturen pflegen und die Orte genießen, die wir lieben. Auch wenn wir trotzdem noch viele Klimafolgen erleben werden, wird die Begrenzung auf 1,5 °C mir und meinen Mitmenschen helfen, unsere Lebensweise zu erhalten. Deutschland muss jetzt aus der Kohle aussteigen, damit mein Inselstaat Puerto Rico gedeihen kann.”

Claudia Palmer, Neuseeland

“Hier in Aotearoa in Neuseeland tun wir alles, damit die fossilen Brennstoffe im Boden bleiben. Aber wenn nicht auch Deutschland seinen Teil dazu beiträgt, sind unsere Küstendörfer von schweren Überschwemmungen bedroht. Deutschland muss jetzt aus der Kohle aussteigen!”

Wanun Permpibu, Thailand

“Thailand ist von den Auswirkungen des Klimawandels stark betroffen. Dasselbe gilt auch für andere Länder in der Region Asien-Pazifik. Wir können uns kein einziges Kohlekraftwerk leisten, denn schon jetzt ist unser Leben in Gefahr. Wir müssen die Kohlekraft und andere fossile Brennstoffe stoppen.”

Reiko Takeuchi, Japan

“Die deutsche Bundesregierung entscheidet demnächst nicht nur über ein Enddatum für den Kohleausstieg. Sie entscheidet auch über unsere Lebensgrundlagen und darüber, ob wir und die nächsten Generationen überleben werden. In diesem Jahr wurde Okayama schwer überflutet. Wir fangen gerade erst an, uns aus der Hoffnungslosigkeit und tiefen Traurigkeit wieder herauszuarbeiten und die Stadt nach und nach wiederzubeleben. Aber die Menschenleben, die bei dieser Überschwemmung verloren gingen, sind unwiederbringlich. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass nie wieder irgendjemandem auf diesem Planeten etwas so Trauriges widerfahren wird.” 

Fenton Lutunatabua, Fidschi

“Für viele Menschen im pazifischen Raum ist der Klimawandel alltägliche Realität. Die fortwährende Kohleverbrennung in Deutschland und die damit verbundenen Entscheidungen der deutschen Bundesregierung bedrohen unsere Existenz auf den Inseln. Wir beobachten euch und fordern von euch verantwortungsbewusstes Handeln. Wir appellieren an euch, das 1,5-Grad-Ziel zu respektieren, damit unsere Inseln nicht im Wasser versinken.”

Moses Sikaala, Sambia

“Der Klimawandel hat die Wetterverhältnisse in Sambia extrem verändert. Normalerweise beginnt es im Oktober zu regnen, genau zu Beginn der Pflanzzeit. Jetzt wurde gepflanzt, aber es regnet nicht. Und das bedeutet schlechte Ernten und gravierende wirtschaftliche Einbußen. Wir alle schauen auf die Bundesregierung und beten, dass die Industriestaaten auf andere Energiequellen setzen und sich jetzt von der Kohle verabschieden. Unsere Tiere haben nichts zu fressen, weil der Regen ausbleibt und die Weiden vertrocknet sind!”

Jonas Vannar, Arktik

“Der Klimawandel stellt eine enorme Bedrohung dar. In den letzten Jahren sind massenhaft Rentiere verhungert. Ein Rentierhirte muss dafür sorgen, dass die Rentiere ihr Futter selbst finden können. Sie riechen die Flechten unter dem Schnee. Wenn es im Winter aber warm und dann wieder kalt wird, bilden sich über dem Boden Eisschichten. Darunter können sie die Flechten nicht mehr riechen und das bedeutet, dass die Rentiere verhungern. Mir sind schon Rentiere in meinen Armen verendet, weil sie nichts zu fressen hatten. So etwas will ich nie wieder erleben müssen.”

Heiner Lütke, Deutschland

“Ein heißer Sommer, von April bis Oktober, mit sehr geringen Niederschlägen, daß belegt wir müssen auf den Klimawandel gar nicht warten, er ist schon da. Jede ‘Investition’ in den Klimaschutz verschafft uns eine sehr gute ‘Rendite’, weil wir das Risiko des Klimawandels mit seinen uferlosen ‘Kosten’ überhaupt nicht ermessen können.”

Anaïs Duong-Pedica, Neukaledonien

“Mit großem Schmerz beobachten wir, dass tiefliegende Archipele wie Tuvalu und Kiribati durch einen steigenden Meeresspiegel bedroht sind. Dies zwingt die Insulaner zur Migration und zum Verlassen ihrer Ahnen- und Heimatländer. Die Leben der ‘Flüchtlinge’, die von den industrialisierten Ländern produziert werden, spielt keine Rolle. Da die Verbrennung fossiler Brennstoffe verantwortlich für die Klimakrise und den Anstieg des Meeresspiegels ist, muss Deutschland rasch auf erneuerbare Energien umsteigen und auf Kohle verzichten.”

Das steht auf dem Spiel

Eine starke, kreative, mutige Klimaschutzbewegung ist unsere einzige Hoffnung, wenn wir die Klimakrise bewältigen wollen. Unsere Bewegung muss auf der Grundlage von Gerechtigkeit und wissenschaftlichen Fakten aktiv werden und die Grenzen dessen verschieben, was möglich ist.

Ganz normale Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund führen schon jetzt auf der ganzen Welt die Klimaschutzbewegung an. Im People’s Dossier zu 1,5° C finden sich Geschichten dieser Aktiven und ihrer Mitstreiter*innen, die sich gegen Kohle-, Öl- und Gasprojekte zur Wehr setzen und für einen schnellen, gerechten Übergang zu 100 % erneuerbarer Energie eintreten.

Lade dir das gesamte People’s Dossier (PDF) herunter oder lies dir unten die Geschichten durch.

Mehr über den Kampf gegen Kohle:

Schluss mit der Kohle

Amanda Luna Tacunan, eine Aktivistin aus Peru, fordert Deutschland dazu auf, den Klimawandel nicht weiter anzuheizen.