26. Oktober 2017

“Pacific Climate Warriors” fordern deutschen Kohleausstieg fürs Überleben ihrer Inseln

Pazifische Inselbewohner*innen zeigen sich vor der Weltklimakonferenz in Bonn solidarisch mit Massenblockaden im Rheinischen Braunkohlerevier

BONN, 26. Oktober 2017 — Am 5. November, einen Tag vor Beginn der Weltklimakonferenz (COP23) unter dem Vorsitz Fidschis, werden Inselbewohner*innen aus dem Südpazifik im Rheinischen Braunkohlerevier den sofortigen Kohleausstieg fordern. Das rheinische Braunkohlerevier vor den Toren Bonns, wo die Klimaverhandlungen stattfinden, ist Europas größte CO2-Quelle.

In Solidarität mit über 1000 Aktivist*innen, die den Kohleabbau im Rheinischen Revier blockieren wollen, werden die Pacific Climate Warriors eine traditionelle Zeremonie im verlassenen Geisterdorf Manheim-Kerpen unweit des Tagebaus Hambach durchführen.

„Deutschlands Kohleabbau exportiert Zerstörung in den Pazifik und die Welt. Der Klimawandel stellt eine direkte Bedrohung für die Menschen und Inseln im Pazifik dar. Wir fordern den Ausbau fossiler Energie jetzt zu stoppen. Wir müssen uns von Kohle, Öl und Gas lösen und auf erneuerbare Energien setzen, damit Pazifikinseln eine faire Chance haben zu überleben”, so George Nacewa, Climate Warrior von den Fidschi-Inseln.

Während der Zeremonie werden die Pacific Climate Warriors, die indigene und Graswurzelgruppen unterschiedlicher Pazifikinseln repräsentieren, riesige Blütenblätter aus Tapa-Rindenbaststoff als Geschenke an Anwohner*innen und Aktivist*innen übergeben.

Die sechs Meter langen, roten Blütenblätter symbolisieren die Blumen, die vielerorts im Pazifik hinter dem Ohr getragen werden und für die Schönheit und Widerstandsfähigkeit pazifischer Kultur stehen.

„Wir Menschen des Pazifik sind stark und widerstandsfähig, doch auch unsere Anpassungsfähigkeit hat ihre Grenzen. Wir sind nicht bereit, das Schicksal des Pazifiks von Ländern bestimmen zu lassen, die die Profitinteressen von den Verursachern des Klimawandels vor das Wohlergehen von uns Menschen stellen. Wir kommen nach Bonn, um uns für den Pazifik stark zu machen. Wir gehen nicht unter. Wir kämpfen,” erklärt Nacewa.

Die Pacific Climate Warriors werden bis zum Ende der Weltklimakonferenz in Bonn sein, um der Welt von den Auswirkungen des Klimawandels im Pazifik zu berichten. Sie fordern das Ende der fossilen Ära und eine sofortige Energiewende, die auf erneuerbare Energien, Gerechtigkeit und Fairness basiert.

Pazifische Inselstaaten gehören zu den am meisten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Der Anstieg des Meeresspiegels, längere und intensivere Hitzewellen sowie verschärfte Naturkatastrophen sind allen voran auf die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zurückzuführen.

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Für die Redaktion

[1] Journalist*innen, die bei der Zeremonie der Pacific Climate Warriors am 5. November in Manheim-Kerpen dabei sein wollen, sind herzlich eingeladen. Die Zeremonie beginnt um 7:30 am Marktplatz, 50170 Manheim-Kerpen. Für weitere Informationen kontaktieren sie bitte Melanie Mattauch, melanie@350.org, +49 151 5812 0184.

[2] Weitere Informationen zu den Pacific Climate Warriors finden sie unter: Media pack – Pacific Climate Warriors at COP23 (Englisch)

[3] Weitere Informationen zu der geplanten Massenblockade des Rheinischen Braunkohlereviers finden sie auf: www.ende-gelaende.org/de/presse

Kontakt: Melanie Mattauch, 350.org Europe Communications Coordinator, melanie@350.org, 0151 5812 0184