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Aktuelle Pressemitteilung

5. November 2017

Pazifische Inselbewohner und Massenblockaden von Tagebau fordern gemeinsam sofortigen Kohleausstieg

BONN, DEUTSCHLAND — Heute haben Pazifische Inselbewohner und tausende Menschen aus der ganzen Welt im Rheinischen Braunkohlerevier protestiert, um den sofortigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu fordern. Während Tausende den Tagebau Hambach blockierten, zeigten sich die „Pacific Climate Warriors” solidarisch mit den Menschen, die in Deutschland unter den Auswirkungen der Kohleförderung leiden und Widerstand leisten.

„Deutschlands Braunkohletagebaue gehören zu den größten Kohleminen der Welt. Wenn wir sie nicht dicht machen, bleibt uns Menschen von den südpazifischen Inseln keine Chance. Wir sind hier um unser Land, unsere Kultur und unsere Identität zu beschützen”, so Zane Sikulu, Climate Warrior aus Tonga.

Die Pacific Climate Warriors, die indigene und Basisgruppen unterschiedlicher Pazifikinseln repräsentieren, hielten eine traditionelle Zeremonie im verlassenen Geisterdorf Manheim-Kerpen unweit des Tagebaus Hambach ab. Während der Zeremonie übergaben sie Vertreter*innen von Menschen, die im Rheinland vom Kohleabbau betroffen sind und Widerstand leisten, rote Blütenblätter aus Tapa-Rindenbaststoff. Die Blüten der sei Blume, die vielerorts im Pazifik hinter dem Ohr getragen werden, stehen für die Schönheit und Widerstandsfähigkeit pazifischer Kultur.

„Heute sind Menschen aus dem Pazifik, aus Deutschland und aus der ganzen Welt als international vereinte Bewegung für Klimagerechtigkeit zusammengekommen, um das Ende fossiler Brennstoffe zu fordern. Im Pazifik spüren wir die Folgen des Klimawandels bereits direkt an der eigenen Haut. Früher oder später werden wir alle auf diesem Planeten betroffen sein. Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist unser gemeinsamer Kampf”, so Brianna Fruean, Climate Warrior aus Samoa.

Die Pacific Climate Warriors fordern den sofortigen Kohleausstieg in Deutschland. Sie setzen sich für das Ende der fossilen Ära ein und eine sofortige Energiewende, die auf erneuerbaren Energien, Gerechtigkeit und Fairness basiert. Das rheinische Braunkohlerevier ist Europas größte CO2-Quelle und nur 50 km von Bonn entfernt, wo morgen die Weltklimakonferenz unter Vorsitz der Fidschi-Inseln startet. Die Pacific Climate Warriors werden bis zum Ende der Klimaverhandlungen in Bonn sein. Am Mittwoch werden sie dort die Forderungen ihrer Have Your Sei Erklärung zum Klimawandel präsentieren.

 

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Fotos von der Zeremonie der Pacific Climate Warriors und am Tagebau Hambach sind verfügbar auf dem 350.org Flickr. Bilder der Massenaktion finden sie auf dem Ende Gelände Flickr.

Filmmaterial ist auf Anfrage unter diesem Link verfügbar. Kontaktieren sie für Zugriff bitte: melanie@350.org oder presse@ende-gelaende.org.

Kontakt: Melanie Mattauch, 350.org Europe Communications Coordinator, melanie@350.org, +49 151 5812 0184

 

Für die Redaktion

[1] Weitere Informationen zu den Massenblockaden von Ende Gelände: www.ende-gelaende.org/de/presse

[2] Die Pacific Climate Warriors werden bei der Weltklimakonferenz ihre Have Your Sei Erklärung, die von tausenden Menschen aus dem Pazifik unterzeichnet wurde, vorstellen. Sie fordert das Ende der fossilen Ära und eine Energiewende, die auf Gerechtigkeit basiert. Die Erklärung wird auf zwei Veranstaltungen am Mittwoch, den 8. November präsentiert: We the Pacific (14:30-15:30) und Talanoa on Keeping Fossil Fuels in the Ground (17:00-18:00). Beide Veranstaltungen finden im Talanoa Space for Uniting for Climate Action (Bonn zone) statt.

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